Frühjahrstagung 2016 des GVD e.V. – Regionalverband Mitte mit Jahreshauptversammlung

Der fristgerechten Einladung zur Frühjahrstagung des GVD e.V. Regionalverband Mitte am 01.03.2016 im Golfclub Mannheim –Viernheim 1930 e.V. folgten 40 Greenkeeper und 27 Industrievertretern. Unser Kollege Torsten Schmidt Headgreenkeeper des Golfclub Mannheim-Viernheim 1930 e.V. und Vorstandsmitglied bereitete diese Veranstaltung hervorragend vor.Nach dem Eintreffen der Teilnehmer und einem tollen Frühstück wurde 08:45 Uhr mit der Veranstaltung begonnen.JahreshauptversammlungAlle Teilnehmer wurden durch den 1.Vorsitzenden Thomas Bäder auf das herzlichste begrüßt. Sein besonderer Dank galt allen Sponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Es wurde das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung vom Schriftführer Jörg Maaß verlesen. Es gab keine Einwände.

In seinem Bericht ging Thomas Bäder auf die im vergangenem Jahr stattgefundenen Aktivitäten, wie Frühjahrestagung im Golfclub Taunus Weilrod e.V., Greenkeeperturnier im Golfclub Nahetal ein. Die Frühjahrestagung war leider nicht sehr erfolgreich, da nur 21 Greenkeeper sich für diese Veranstaltung begeistern konnten. Daraufhin hat der Vorstand beschlossen einen „Fragebogen“ zu erarbeiten, wie man zukünftig Veranstaltungen attraktiver gestalten kann. Dieser „Fragebogen“ wurde an alle Teilnehmer ausgegeben. Das Greenkeeperturnier war dagegen sehr gut besucht und unser neuer Greenkeepermeister 2015 heißt Marcel Heide vom GC Mainz. Zur Mitgliederentwicklung ist zu berichten, dass wir 3 Austritte und 10 Neuaufnahmen zu verzeichnen hatten. Somit sind wir im RV Mitte zurzeit mit 118 Mitgliedern vertreten. Aufgrund der zeitlichen Nähe zum Solheim-Cup in 2015 an dem ein Großteil der Volontäre aus dem RV Mitte waren, hatte der Vorstand beschlossen, in 2015 keine Herbsttagung auszurichten. Dies wird in Zukunft nicht wieder geschehen, da dies von einigen Mitgliedern, als Fehlentscheidung gesehen wurde. Für 2016 ist erstmalig im Herbst vorgesehen, ein „Erfahrungsaustausch unter Greenkeepern“ auszurichten. Es ist vorgesehen, dass an dieser Veranstaltung Aktive, als auch ehemalige Aktive aus der Rasenbranche sich beteiligen sollen, um ein breites Spektrum und intensivsten Erfahrungsaustausch abzudecken bzw. zu gewährleisten. Thomas Bäder begrüßte u.a. unser neues Verbandsmitglied Jutta Klapproth (ehemalige Geschäftsführerin des Gesamtverbandes) mit einem Blumenstrauß auf das Herzlichste.

Des Weiteren berichtete Thomas Bäder über die bevorstehenden Änderungen innerhalb der einzelnen Regionalverbände. Aufgrund steuerlicher Aspekte wird den Regionalverbänden empfohlen e.V. zu gründen. Damit wären dann alle RV „gleich“ unter dem Dachverband des GVD. Der GVD hat einen neuen Steuerberater Herr Weinbrenner. Dieser empfahl allen RV eine einheitliche Struktur in die RV zu bringen. Einige RV befinden sich schon in der Gründungsphase. In diesem Zusammenhang ist es sehr wichtig, mit einer einheitlichen Satzung, die der Satzung des Gesamt GVD angepasst ist, aufzutreten. Eine „Mustersatzung“ wird von Herrn Weinbrenner erstellt. In diesem Zusammenhang wurde die Mitgliederversammlung aufgerufen, zwecks Feststellung von Tendenzen und Meinungen zu dieser möglichen Neugründung eines e.V., abzustimmen. Diese Abstimmung verlief erstaunlich eindeutig pro e.V. und es gab lediglich eine Enthaltung und keine Gegenstimme. Thomas Bäder berichtete weiterhin über Neuerungen des Weiterbildungsausschusses. Neue 1.Vorsitzende ist Christina Seufert und es wurde in 2016 ein neues Zertifizierungssystem ins Leben gerufen. Einzelheiten dazu sind bereits auf der Homepage des GVD nachzulesen. Einige Mitglieder aus dem RV Mitte haben sich bereits für eine Teilnahme angemeldet. Roger Glaser Kassenwart konnte in seinem Bericht wieder eine 1a Kasse vorlegen. Einzelheiten konnten die Mitglieder aus seinem schriftlichen Kassenbericht entnehmen. Die Kassenprüfer Ingo Burger und Michael Resch bestätigten die korrekte Buchführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes. Diese wurde durch die Mitgliederversammlung einstimmig mit der Enthaltung des Vorstandes angenommen.

In 2016 standen Wahlen an. Da unsere 2.Vorsitzende Angela Schmitt- Levebvre aus privaten Gründen ihre Vorstandsarbeit einschränken bzw. aufgeben musste, wurde ein neuer 2.Vorsitzender gesucht. Als Vorschlag stand unser bisheriger Beisitzer Torsten Schmidt zur Wahl. Er wurde mit eigener Enthaltung einstimmig gewählt.

Unser Schatzmeister Roger Glaser stand turnusgemäß nach vier Jahren Amtszeit zur Wiederwahl. Auch seine Wahl war mit eigener Enthaltung einstimmig. Als neuer Beisitzer wurde unser Kollege Klaus von Seelen vom Royal Homburger Golfclub 1899e.V. vorgeschlagen. Auch seine Wahl verlief mit eigener Enthaltung einstimmig.

Als Kassenprüfer für das Geschäftsjahr 2016 wurden Michael Resch und Helmut Götz (GC Nahetal) einstimmig gewählt. Unter dem Punkt Verschiedenes wurde durch Andreas Stegmann nochmals ganz klar darum gebeten, zukünftig keine Veranstaltungen mehr ausfallen zu lassen. Für eine mögliche zwei tägige Veranstaltung wurde durch Helmut Götz vorgeschlagen, sich mit dem Golfclub Stromberg kurzzuschließen, da die ein eigenes Hotel besitzen (wird geprüft). Thomas Bäder appellierte nochmals an alle Mitglieder, sich Gedanken zu machen, sich für die Vorstandsarbeit anzubieten. Spätestens bei einer Neugründung eines e.V. steht die Frage nach einem „neuen“ Vorstand wieder im Raum. Pünktlich 09:20 Uhr war die Mitgliederversammlung beendet.

Referate
10:00 Uhr – 10:40 Uhr

Beregnungstechnik TORO Sven Wenzel
Sven Wenzel ging in seinem Referat auf die verschiedenen Versenkregner für Golfanlagen der Fa. TORO ein. So gibt es neue Nummerierungen z.B. ehemals 2001 heißt jetzt T 7. Des Weiteren erklärte er uns die Bedeutung der Nummern bei der Flexserie z.B. 34 + 54 wobei die 3 für 1“ und 5 für 1 ½“ steht und die 4 für Vollkreis. Das heißt also bei der Nummerierung 35 + 55 steht die 5 für Teilkreis. Die 800er Serie hat Abwurfwinkel die zwischen 7° und 30° einstellbar sind. Bei der DT Serie ist der Abwurfwinkel zwischen 15° oder 25° jedoch nur im trockenem Zustand einstellbar. Sven Wenzel machte unter anderem darauf aufmerksam, dass bei einem Düsenwechsel über drei Stufen auf jeden Fall der Stator kontrolliert bzw. gewechselt werden muss. Bei der neuesten Errungenschaft aus dem Hause TORO ist zukünftig bei Arbeiten an den Regnern keine Grabarbeiten mehr von Nöten. Das Zauberwort heißt „Invinitiv“ Serie. Des Weiteren gibt es aus dem TORO Werk ein neues Steuerungssystem TORO Lynx® für 9Volt und 24Volt Systeme.

10:40 Uhr – 11:15 Uhr
Beregnungstechnik Firma Stock / Christian Stock

Nachdem sich Christian Stock und seine Firma vorgestellt hatte, ging es in seinem Referat um Optimierungsmöglichkeiten für die Beregnungstechnik auf Golfplätzen. Die Pumpstationen sind meist zu klein dimensioniert. 90% verbrauchen zu viel Energie. Einfluss Möglichkeiten gibt es in folgenden Bereichen: Pumpstation / Steuerung / Rohrleitung / Regner. Wenn man die Leistung der Pumpstation kennt (z.B. 27kw) und man von einer Laufzeit von 8 Stunden am Tag ausgeht und dies mit rund 150 Beregnungen und Jahr multipliziert kommt man auf eine Kostengröße von rund 9027 €/Jahr. Wenn bereits hier mit einer anderen Pumpstation die anders dimensioniert ist arbeitet, kann man bereits hier zukünftige Kosten einsparen. Allein in diesem Segment ist ein Einsparpotential von 5 – 30% denkbar. Weiterhin ist die Schalthäufigkeit zu kontrollieren und im Zweifel zu optimieren. Die Schütze regelmäßig kontrollieren, da auch diese einem natürlichem Verschleiß unterliegen. Sind die Ausdehnungsgefäße noch alle dicht? Funktionieren die Druckschalter so wie sie auch eingestellt sind? Gibt es Laufgeräusche an der Pumpe? Weiterhin sensibilisierte uns Christian Stock auf das ordentliche Führen von Stammdaten. Dazu gehört Versionsupdates, Einsatz von Sensortechnik, das Abgleichen von Verbrauchswerten real – und theoretisch, Back Up’s, Decodertests, Magnetspulenkontrolle (pro Jahr ca.10 Stk. Kaputt - durchaus normal), Optimierung der Hydraulik / Rohrleitung, Magnetventile, Schieber - noch alle gängig?, Schächte, Kontrolle, ob es Undichtigkeiten gibt. Wie sehen die Planunterlagen aus? Theorie und Praxis. Über die Optimierung der Regner, hatte bereits Sven Wenzel im vorangegangenen Referat ausführlich gesprochen.

11:15Uhr – 11:30 Uhr
DICOIN Dietmar Plate

Dietmar Plate zeigte uns in einem kurzen Werbefilm die Vorzüge von „dicoin“. „Direct control injection“. Dünger dorthin bringen, wo er gebraucht wird – in den Boden. Ebenso kann man mit diesem Gerät auch „Wasserspeicher“ in den Boden direkt einbringen. Eine praktische Vorführung erfolgt am Ende der Veranstaltung.

11:30 Uhr – 12:30 Uhr
Beregnungsmanagement Andreas Klapproth

Andreas Klapproth berichtete über das Jahr 2015. Hier war zu beobachten, dass es recht starke Schwankungen übers Jahr verteilt zu verzeichnen gab. Mal regnete es zu viel und zu lange und dann gab es wieder lange Trockenperioden. Insgesamt wurden außerdem höhere Durchschnittstemperaturen gemessen (Klimawandel?). Dies alles jedoch hat natürlich Auswirkungen auf das Beregnungsmanagement. Nur wer Wetterdaten führt, kann entsprechend reagieren. Hilfreich sind unter anderem Bodenfeuchtesensoren, um bedarfsgerecht reagieren zu können. Erfahrungswerte über die eigene Anlage vor Ort sind unbezahlbar. Das Thema Abkühlungsberegnung war ganz klar pro Abkühlung. Alles andere sind nur Märchen „die Pflanze würde verbrennen“ und ähnliche Geschichten. Verteilungsmessungen auf den zu beregnenden Flächen sind oftmals sehr hilfreich. Ungleichmäßige Wasserverteilung = ungleichmäßige Nahrung für die Pflanze. Zur anstehenden Frühjahrsinbetriebnahme ist wieder auf die Einstellung der Regner zu achten und Filter zu kontrollieren. Empfehlenswert ist hier die FLL „Inspektions- und Wartungsarbeiten“. Die benutzte Wasserqualität mittels regelmäßiger Wasseranalyse unter Kontrolle halten. Andreas Klapproth machte uns wieder einmal bewusst, was vom Wetter über die Technik bis zum Boden + Krankheiten alles zum Wassermanagement dazugehört. Trotz der tollsten und perfektesten Technik, ist und bleibt die Handbrause unser täglich Handwerk.

13:40 Uhr – 14:30Uhr
Volontärprogramm Solheim Cup / Sascha Baumann

Sascha Baumann berichtete in seinem Vortrag über das Volontärprogramm Greenkeeping zum Solheim Cup 2015, dem größten Golf Event auf deutschem Boden. Er hob den außergewöhnlichen Teamspirit dabei heraus. Untermalt wurde dieser Vortrag mit kleinen Videos die auch im deutschen Fernsehen liefen und tollen Bildern die u.a. mit einer Drohne aufgenommen wurden. Er ging aber auch auf die negativen Begleiterscheinungen einer solchen Veranstaltung ein. So haben die Greenkeeper selbst heute noch, mit den Schäden die dieses Event verursachte, zu kämpfen. Insgesamt ist aber eine Teilnahme an solch einem Event für jeden empfehlenswert und eine Erfahrung fürs Leben. Und das nicht nur beruflich betrachtet, sondern auch zwischenmenschlich. Hier trafen sich Berufskollegen aus Deutschland, England, Schottland, Schweiz, Österreich und Spanien. Alle hatten ein Ziel und es gab für niemanden „schlechte“ oder „gute“ Arbeit. Alle halfen sich untereinander und alle verstanden sich. So wurden neue Freundschaften und Netzwerke aufgebaut die bis heute Bestand haben.

14:30 Uhr – 15:15 Uhr
„Mythos Greenkeeper’s Motivation“ Johann Detlev Niemann

Johann Detlev Niemann ist vielen noch bekannt als ehemaliger Leiter der DEULA Bayern. Er ist jetzt als selbstständiger Referent tätig. Seine Firma hat nicht umsonst den Namen
M otivation
C oaching
T raining

In seinem Referat ging Johann Detlev Niemann auf folgende grundsätzliche Fragen ein.
1. Warum bin ich eigentlich Greenkeeper?
2. Der Werdegang eines (Head-)Greenkeepers …
3. Ich bin ein „Trichter“ und ein“ Quadrat „ …
4. Meine vier Schritte zum „glücklichen Leben“ als Greenkeeper
5. Zusammenfassung und Ausblick

Die meisten Headgreenkeeper sind bzw. bleiben ihrem Berufsstand lange treu. (statistisch betrachtet)
Wer weiß schon, dass man schneller promovierter Jurist als Fachagrarwirt Headgreenkeeper in Deutschland wird?!

  • Wer führt für sich ein Erfolgsjournal?!
  • Begriffe wie „ich muss“ durch „ich will“ ersetzen.
  • „Ich schaffe das nicht“ gibt es nicht.
  • Veränderungen im beruflichen und oder privaten Umfeld als Chance sehen.
  • Lob annehmen.
  • Kreativ sein
  • den Tag noch mal „rund“ machen“

Ein Script gibt es für alle Teilnehmer nochmal zum Nachlesen in ca. 4 Wochen zugeschickt.

15:15 Uhr - 16:30Uhr
Praktische Vorführung Aqua Terra und Dicoin „Top Changer und Airaid“
Jörg Maaß (Schriftführer)

Autor: Jörg Maaß (Schriftführer)

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